Vorbeugung
Ein guter Trainingszustand und sorgfältiges Aufwärmen vor sportlichen Betätigungen minimieren das Risiko einer Sportverletzung erheblich. Stretching (Ziel des Stretching ist die Verbesserung der Dehnfähigkeit der Muskulatur) und Dehnprogramme sollten bei allen Sportlern sowohl in der Vorbereitungs- als auch in der Abkühlphase zum Standardprogramm gehören. Ein ausgiebiges Warmup bringt die Muskulatur auf ihre „Betriebstemperatur" und erleichtert später die sportlichen Höchstleistungen.
Auch eine geeignete Ausrüstung kann dabei hilfreich sein, so schützen beispielsweise Schuhe, die bis über den Knöchel reichen vor Sprunggelenksverletzungen. Vorbeugend können gefährdete Gelenke bei entsprechenden Sportarten (Fingergelenke beim Volleyball) auch bandagiert oder mit einem Tape-Verband versorgt werden. (Taping bezeichnet eine funktionelle Verbandtechnik zur Prophylaxe, Therapie oder Rehabilitation von Verletzungen am Bewegungsapparat )
Sofortmaßnahmen bei Sportverletzungen
Wenn eine Sportverletzung auftritt, sind die wichtigsten Minuten die, die direkt nach dem Auftreten folgen, so dass eine gründliche und angemessene Erstversorgung erfolgen muss, um die Anschlussbehandlung eines Arztes sinnvoll vorzubereiten. Man sollte sich dabei an die nachfolgenden Punkte halten:
Die Soforttherapie bei fast allen Sportverletzungen besteht aus
- Ruhigstellung
- Kälteanwendung
- Druckverband
- und Hochlagerung
= Kurzformel PECH
- Pause
- Eis
- Compression
- Hochlagerung
Ruhigstellung
Die verletzte Körperstelle sollte nach Möglichkeit nicht mehr unnötig bewegt werden, um innere Blutungen und Schwellungen zu begrenzen und zu verhindern, dass sich Verletzungen verschlimmern.
Kälteanwendungen
Verletzte Stelle durch Eis (kein Eisspray) kühlen. Ist kein Eis vorhanden, so kann man auch fließendes kaltes Wasser oder kalte Umschläge benutzen. Die Gefäße ziehen sich durch den Kälteschock zusammen, es kann kein weiteres Blut mehr austreten, das betroffene Körperteil schwillt nicht weiter an.
Druckverband
Durch das Zusammendrücken des Gewebes kann keine weitere Blutung erfolgen. Die Kompression geschieht durch einen Verband und sollte möglichst zusammen mit der Kühlung angewandt werden.
Hochlagerung
Die verletzte Körperregion sollte höher liegen als das Herz, so dass das Blut aus der verletzten Region auf venösem Wege zum Herzen fließen kann. Dadurch soll eine weitere Blutung verhindert werden. Viele Sportler glauben, dass sie durch eine Verletzung den Anschluss verlieren und beginnen oftmals viel zu früh mit dem Training. Die Knochen, Sehnen, Muskeln und Bänder eines Sportlers heilen jedoch genauso schnell wie bei einem „normalen” Verletzten.